Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage bis der Nordostdeutsche Jugendtag 2018 auf dem Leipziger Messegelände stattfindet.

Bild: Panometer Leipzig

Das Panometer Leipzig ist ein Ausstellungsgebäude in Leipzig, in dem Yadegar Asisi seit 2003 jeweils ein monumentales Panoramabild verbunden mit einer dazugehörigen Ausstellung präsentiert. Da das Gebäude früher ein Gasometer war, schuf Asisi aus Panorama und Gasometer das Kunstwort Panometer.

1883/1884 war am Roßplatz in Leipzig wie in anderen deutschen Städten zu dieser Zeit ein Rundbau zur Darstellung von Panoramabildern, insbesondere von Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 entstanden. 1927 wurde die Panoramenausstellung eingestellt und der Bau im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstört. Zu Beginn der 2000er Jahre griff der deutsch-iranische Architekt und Künstler Yadegar Asisi die Möglichkeit auf, mit den nunmehr verfügbaren Mitteln der Rechen- und Drucktechnik ein Riesenpanorama zu schaffen, und erkannte in einem stillgelegten Gasometer den geeigneten Ort für dessen Präsentation.

Die Panoramabilder hatten bisher eine Länge von etwa 105 Meter und waren zwischen 30 und 35 Meter hoch. Damit stellen sie zurzeit die größten Panoramenbilder der Welt dar. Auf der Grundlage von Fotografien, Zeichnungen und Malereien wurde mit der Technik der digitalen Bildbearbeitung eine Bilddatei des riesigen Bildes erstellt. Dann wurde das Bild auf einzelne textile Bahnen gedruckt, die danach zu einem Rundbild zusammengefügt und als Ganzes aufgehängt wurden. Die Betrachtung des Bildes erfolgt von einer erhöhten Plattform in der Mitte. Durch entsprechend perspektivische Verzerrung der Bildelemente wird beim Betrachter ein räumlicher Gesamteindruck erzeugt.

Die Präsentation umfasst aber auch Licht- und Toneffekte. Es wird jeweils zyklisch ein Tages- und Nachtablauf simuliert. Naturlaute vermitteln weitere Realitätsnähe. Das Ganze wird durch Musik untermalt, die jeweils für das spezielle Bild vom belgischen Komponisten Eric Babak komponiert wurde.